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EDVM 08.09.2010
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Flugplatz Hildesheim - Abschied für Heinz Habenicht
Die Unternehmer-Initiative "Pro-Flugplatz" hatte eingeladen und viele, viele kamen, um Heinz Habenicht, den scheidenden Geschäftsführer der Flugplatz Hildesheim GmbH angemessen zu verabschieden. Vor einem Jahr hatte die Unternehmerin Christel Freese die Unternehmer, die am Flugplatz und ansässig und mit ihm geschäftlich verbunden sind, zusammengerufen, um der Flugplatzgesellschaft bei der damals drohenden Bilanzkrise hilfreich zur Seite zu stehen.

Diese Unterstützung war in der Zwischenzeit erfolgreich. Der Finanzausschuss, der Verwaltungsaus-schuss sowie der Rat der Stadt Hildesheim haben sich nachdrücklich und in ungewohnter Eintracht für den Erhalt des Landeplatzes im Norden der Stadt ausgesprochen.

Die Entschuldung der städtischen GmbH durch Übertragung der in ihrem Besitz befindlichen Landbahn an die Stadt hat stattgefunden. Somit entfallen die Zinszahlungen und die Abschreibungin sechsstelliger Höhe. Die GmbH , die immer Gewinne im operativen Geschäft gemacht hat, ist wieder gesund.

Heinz Habenicht hat in seiner Eigenschaft als städtischer Wirtschaftsförderer nicht nur die über 100 Grundstücke und Immobilien der ehemaligen Flugplatzkaserne an den Mann gebracht, sondern er hat auch die Flugplatz-GmbH 14 Jahre erfolgreich geführt. Hier geht insbesondere die schwierige Umwandlung des militärischen Fliegerhorstes in einen zivilen Sonderlandeplatz auf sein Konto. Ebenso trägt die Befestigung der einstigen Grasbahn seine Handschrift.

Erst hierdurch wurde der ganzjährige Flugbetrieb ermöglicht und hat zur Ansiedlung von einer ganzen Anzahl von Luftfahrtbetrieben geführt, wie zum Beispiel des Tragschrauber-Herstellers AutoGyro, mehreren Flugschulen und einer Flugzeugwerft.

Neben den Unternehmern mit ihren Frauen waren auch die überwiegende Mehrheit der 30 Flugleiter erschienen, die den Flugbetrieb an 350 Tage im Jahr ehrenamtlich (!) aufrechterhalten.

Nach Worten des Dankes durch Christel Freese, Werner-Rüdiger Stehr vom Vorstand des Aero-Club als Mitgesellschafter, erinnerte Reinhold Schaak daran, wie er vor 14 Jahren Heinz Habenicht dazu motiviert hat, die Geschäftsführung des Flugplatzes zu übernehmen. ãIch weiss nur wie man das Wort Flugplatz schreibtÒ war damals Habenichts Antwort. Heute gibt es wohl kaum einen Kommunalbeamten in Niedersachsen, der sich mit der Betriebsführung eines Verkehrslandeplatzes so umfassend auskennt.

Er bedankte sich seinerseits bei den Anwesenden, die ihn all die Jahre unterstützt haben. Er habe sein "Hobby", wie er seinen Geschäftsführer-Job sah, gerne gemacht. Er übergebe ein bestelltes Feld. Das müsse ihm erst einmal jemand nachmachen. Wenn sein Fachwissen z.B. für die Grossveranstaltungen noch benötigt werde, dann werde er zur Verfügung stehe, aber dann koste das eben Geld. Wenige Tage vor seinem Rücktritt habe er zwar noch einen Mehrheit gehabt, weiterzu- machen. Aber nun reiche es auch. Er wolle die gewonnene Zeit nutzen, um sich mehr seiner Familie zu widmen, die in der Vergangenheit häufig auf ihn verzichten musste. Als kleines Trostpflaster dafür erhielt Heidi Habenicht von Christel Freese einen grossen Blumenstrauss.

Für die bessere Nutzung der gewonnenen Zeit überreichten ihm die anwesenden Unternehmer eine Fliegeruhr mit Wecker (!) und Gravur, ein grosses Wandbild mit Fotos von "seinem" Flugplatz aus seiner Schaffensperiode sowie ein Modell eines Tragschraubers als Andenken. Anschliessend waren die Anwesenden zu leckerem Grünkohl mit Bregenwurst und einem Umtrunk eingeladen.

Für die Unternehmerinitiative Pro-Flugplatz
Reinhold Schaak