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Wissenswertes Segelflug
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Was ist Segelfliegen überhaupt ?

Der Segelflug ist eine international anerkannte Sportart und sollte sogar 1940 olympisch werden. Für viele ist Segelfliegen aber eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ohne sportliche Ambitionen, die unwahrscheinlich viel Spaß macht. Wen es einmal richtig gepackt hat, der kommt so schnell davon nicht wieder los.

Wie sagte Wolf Hirth: "Segelflug ist schön - Auch Motorfliegen macht Freude, aber es wird uns nie so eng mit der Natur verbinden, uns nie so stark und stolz die Erfüllung des uralten Menschentraumes empfinden lassen wie das königliche Spiel mit den unsichtbaren Gewalten des Luftraumes. Vielleicht ist Motorflug nötiger, aber Segelflug ist schöner."


Seit wann gibt es Segelflug ?

Im Grunde genommen seit fast 200 Jahren, als der Schneider von Ulm 1811 bei dem Versuch mit seinem Flugapparat die Donau zu überfliegen jedoch in diese abstürzte. Fast 80 Jahre später führte Otto Lilienthal in Stölln bei Rhinow seine ersten Gleitflüge durch. Dort verunglückte er am 9. August 1896 beim einem seiner Versuche tötlich. 20 Jahre später, ab 1911 machten Darmstädter Studenten auf der Wasserkuppe in der Röhn durch ihre Gleitversuche auf sich aufmerksam. Zu weiterer Verbreitung gelangte der Segelflug aber erst in den 30er Jahren, als der Motorflug nach dem ersten Weltkrieg verboten wurde. Deutschland wurde das Mutterland des Segelfluges. So gilt die Wasserkuppe noch heute als die Wiege des Segelfluges. Über 40% aller Segelflugpiloten der Welt fliegen heute in Deutschland und 95% aller Segelflugzeuge werden hier hergestellt.

Wie fliegt ein Segelflugzeug ?

Segelflugzeuge brauchen zum Fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch - genauso gut - wenn es windstill ist.

Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Seilwinde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gezogen. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um - solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss. Und wenn nicht gerade ein Flugplatz da ist, muss es auf einen Acker oder eine Wiese. Ein durchaus natürlicher Vorgang, der auch in der Ausbildung gelehrt wird.

Welche physikalischen Gesetze alle für den Segelflug eine Rolle spielen, wie z.B. potentielle Energie, kinetische Energie, Auftriebsgesetze, Strömungslehre usw. lernt der angehende Pilot beim theoretischen Unterricht genauestens. Moderne Segelflugzeuge können spielend 250 km/h schnell fliegen und mit 1000 Metern Höhe 40 - 50 km weit kommen. Der Höhenweltrekord liegt heute bei 14 000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei 2050 km.

Wie kommt es, dass Segelflugzeuge viele hundert Kilometer fliegen können ?

Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt ein Segelflieger, genauso wie es die großen Vögel tun. Durch ständiges Kreisen innerhalb dieser aufsteigenden Luft (dem Aufwind oder Thermik) steigt auch das Segelflugzeug nach oben. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts, bis zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum nächsten usw. Um die Aufwinde auch richtig finden zu können, gibt es in den Segelflugzeugen heute sehr empfindliche Instrumente. Manche modernen Segelflugzeuge besitzen auch einen Motor. Es sind trotzdem echte Segelflugzeuge, die ohne Motor auch hervorragend fliegen können. Reicht die Thermik nicht aus, um den Heimatflugplatz zu erreichen, wird der Propeller ausgeklappt, das Triebwerk gestartet und der Pilot kann so wieder nach Hause fliegen, ohne auf einem Acker landen zu müssen.






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