Motorflug / Ultraleicht

Der Ultraleicht- oder Motorflugschein

Der Weg zum Privatpilotenschein ist garnicht so schwierig und es gibt eine Menge Möglichkeiten für unterschiedlich große Geldbeutel und die zur Verfügung stehende Freizeit. Der Aero-Club Hildesheim-Hannover ist einer der größten Vereine Deutschlands und bildet schon seit langem Luftfahrer mit gutem Erfolg aus, was uns auch die zuständige Behörde bescheinigt. Motivierte Fluglehrer sind ein Teil unseres Erfolgsgeheimnisses.

Der kostengünstige Einstieg ins Motorfliegen ist die nationale Sportpilotenlizenz oder auch Ultraleichtflugschein genannt. Mit dieser Lizenz darfst du zweisitzige Ultraleichtflugzeuge bis max. 472,5 kg Abfluggewicht steuern. Diese Flugzeuge sind zwar keine schnellen Reisemaschinen und wegen der zwei Sitzplätze für Familienausflüge nicht geeignet, dafür aber kostengünstig im Verbrauch. Unsere Remos G3 ist ein Flugzeug, dass in diese Kategorie fällt.

Die etwas aufwändigere europäische Privatpilotenlizenz PPL(A) oder LAPL(A) berechtigt zum Führen von Flugzeugen der nächst höheren Gewichtsklasse (Cessna, Piper, Cirrus, etc.). Unsere Clubflugzeuge dieser Klasse wiegen zwischen 750kg und 1,2 Tonnen. Die Lizenz bietet auch die Möglichkeit einer späteren Nachtflugberechtigung oder Instrumentenflugausbildung etc.

Egal für welche Art des Fliegens du Dich begeistert - in jedem Fall gibt es immer die Möglichkeit eines Schnupperfluges, der Dich dieses tolle Hobby einmal unverbindlich live erleben lässt.


Wie geht es los

Als Erstes am Besten noch vor Beginn der Ausbildung gehts zum Fliegerarzt. Mit einer normalen körperlichen Konstitution und Gesundheit steht dem Pilotenschein nichts im Wege. Größere Fehlsichtigkeit von mehr als +/- 5 Dioptrien, Farbsehschwäche oder auch eventuelle chronische Erkrankungen müssen jedoch im Vorfeld mit dem Fliegerarzt abgeklärt werden. Das Medical benötigst du zwar erst zum ersten Solo-Flug, aber bekannte Erkrankungen solltest du voher mit dem Fliegerarzt besprechen.
Eine Liste aller zugelassenen Fliegerärzte findest du beim Luftfahrt-Bundesamt.

Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung ist 16 Jahre und zum Ablegen der praktischen Prüfung 17 Jahre.

Bei Ausbildungsbeginn müssen uns diese Unterlagen vorliegen :

Ohne Papierkram geht's leider nicht:

  • Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (bis zum 1. Solo)
  • Geburtsurkunde oder Kopie des Personalausweises
  • Erklärung über schwebende Strafverfahren
  • Mitgliedschaft im Aero-Club Hildesheim-Hannover e.V.
    Eine temporäre Mitgliedschaft z.B. nur für die Ausbildungszeit ist möglich. Eine Aufnahmegebühr in den Verein wird erst nach Abschluss der Ausbildung bei Fortführung der Mitgliedschaft im Club fällig..
  • Ausbildungsvertrag
  • Bei Minderjährigen: Amtlich beglaubigte Zustimmungserklärung der Eltern

Bis zur theoretischen Prüfung müssen diese Unterlagen vorliegen :

  • 1 Passbild
  • Polizeiliches Führungszeugnis nach § 30 (Bundeszentralregister)
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister
  • Nachweis über einen Kurs über Sofortmaßnahmen am Unfallort oder Kopie des Führerscheins

Ausbildungskosten

Theoretische Ausbildung UL-Schein € 650,00
Theoretische Ausbildung LAPL € 960,00
Theoretische Ausbildung PPL(A) EASA / JAR-FCL € 960,00
Funksprechzeugnis BZF 1 (schließt BZF 2 ein) € 280,00
Funksprechzeugnis BZF 2 € 280,00
Funksprechzeugnis BZF 1 (bei vorhandenen BZF 2) € 180,00
Flugstunde UL Remos G3 € 100,80
Flugstunde Katana DA 20 € 133,20
Flugstunde Motorsegler SF 25 € 97,20
Flugstunde Cessna C 152 € 133,20
Flugstunde Piper PA 28 € 174,00
Flugschulungsgebühr, Lehrer (wird getr. abgerechnet, Std.) € 25,00
Flugschulungsgebühr, Lehrer für Nachtflug (wird getr. abgerechnet, Std.) € 30,00

Nicht eingeschlossen sind: Prüfungsgebühren, der monatliche temporäre Beitrag und nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung die Aufnahmegebühr.

Abrechnung nach Flugstunden

Im Gegensatz zu vielen gewerblichen Schulen rechnen wir die praktische Ausbildung nicht nach Blockzeit oder Motorbetriebszeit ab, sondern nach Flugstunden bzw. Airtime in der das Flugzeug in der Luft ist. Die Zeit mit laufendem Triebwerk am Boden kostet dich also kein Geld.

Als Flugzeit definiert das Gesetz die Zeit vom Abrollen aus der Parkposition zum Start, den Flug selbst und bis zum Erreichen der Parkposition nach der Landung als Flugzeit. Das ist im Zusammenhang mit der Abrechnung etwas verwirrend. Daher sprechen wir von Flugstunden oder Airtime für die Zeit in der das Flugzeug in der Luft ist. Denn nach der wird abgerechnet. Früher hieß die Zeit, die das Rollen zum Start und nach der Landung einschließt, Blockzeit. Und das ist auch die Zeit, die nach jedem Flug in dein Flugbuch eingetragen wird.

In Hildesheim verbringst du pro Flug ca. 5 bis 10 Min. am Boden mit Rollen und Checks bei laufendem Triebwerk - auf fremden größeren Plätzen auch mal deutlich mehr. Durch die Abrechnung nach Airtime hast du hier nicht die Kosten im Nacken.

Und nach der Prüfung?

Wenn du während der Ausbildung eine temporäre Mitgliedschaft bei uns im Club hattest, kannst du dann Vollmitglied werden und dir steht unsere gesamte Flotte im Rahmen der erworbenen Lizenz zur Verfügung.

Wichtig ist: Alle genannten Lizenzen berechtigen zum unentgeltlichen, nicht gewerblichen Führen eines Luftfahrzeuges.
Übersetzt bedeutet das, dass du mit dem Fliegen kein Geld verdienen darfst. Dafür benötigst du einen Berufspilotenschein.
Du kannst natürlich jederzeit Passagiere mitnehmen, darfst die anfallenden Flugkosten aber nur auf alle Personen an Bord umlegen (inclusive dir selbst). Denn Flüge auf Kostenteilungsbasis sind erlaubt.



Kostenbeispiel UL Sportpilot/in

Theoretische Ausbildung € 650,00
Funksprechzeugnis BZF 2 (deutsch) € 280,00
Unterrichtsmaterial, Karten etc. ca. € 100,00
30 Flugstunden UL Remos G3 € 3.024,00
Landegebühren ca. € 250,00
Lehrerentgelt (wird getrennt abgerechnet)   € 750,00 (bei 30 Stunden)
Summe ca. € 5.050,00

Die theoretische Ausbildung umfasst ca. 60 Stunden in Luftrecht, Technik, Aerodynamik, Navigation, Meteorologie, Verhalten in besonderen Fällen, Menschliches Leistungsvermögen, Pyrotechnik, Sprechfunk (BZF 2)

Für die praktische Ausbildung zum Ultraleicht-Schein sind mindestens 30 Stunden mit aerodynamisch gesteuerten UL s / davon mindestens 5 Stunden Alleinflug vorgeschrieben. Um später Passagiere mitnehmen zu dürfen ist zusätzlich die Passagierberechtigung notwendig.



Kostenbeispiel LAPL(A)

Theoretische Ausbildung € 960,00
Funksprechzeugnis BZF 2 (deutsch) € 280,00
Unterrichtsmaterial, Karten etc. ca. € 350,00
30 Flugstunden C152 oder DA20 + 5 Flugstunden Motorsegler SF 25    € 4.482,00
Landegebühren ca. € 380,00
Prüfgebühren PPL einschließlich BZF 2 ca. € 380,00
Lehrerentgelt (wird getrennt abgerechnet) € 750,00 (bei 30 Stunden)
Summe ca. € 7.580,00

Die theoretische Ausbildung umfasst die Fächer Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Aerodynamik, Menschliches Leistungsvermögen, Flugplanung und Flugleistung, Betriebsverfahren, Funksprechzeugnis BZF 1 (englisch) oder BZF 2 (deutsch) und die Teilnahme an einem Kurs über Sofortmaßnahmen am Unfallort.

Für die Praktische Ausbildung zur Light Aircraft Pilot License (LAPL) sind mindestens 30 Flugstunden vorgeschrieben. Die Ausbildung erfolgt überwiegend auf einer Katana DA 20-A1, einer Cessna 152 und als weiteres Muster einen Motorsegler SF 25 (TMG).
In den 30 Stunden müssen mindestens 15 Stunden mit Fluglehrer, 6 Stunden im Alleinflug und 3 Stunden Überlandflüge geflogen werden.

Mit dieser Lizenz darfst du europaweit nach Sicht fliegen und nach der praktischen Prüfung bereits Passagiere mitnehmen. Eine Passagierberechtigung wie beim UL Schein gibt es hier nicht.



Kostenbeispiel PPL (A)

Theoretische Ausbildung PPL € 960,00
Funksprechzeugnis BZF 2 € 280,00
Material, Karten etc. ca. € 350,00
35 Stunden Cessna C 152 € 4.662,00
10 Stunden Piper PA 28 € 1.740,00
Landegebühren ca. € 380,00
Prüfgebühren PPL einschließlich BZF 2 € 220,00
Lehrerentgelt (wird getrennt abgerechnet)    € 1.125,00
Summe ca. € 9.720,00

Die theoretische Ausbildung umfasst wie beim LAPL die Fächer Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Aerodynamik, Menschliches Leistungsvermögen, Flugplanung und Flugleistung, Betriebsverfahren, Funksprechzeugnis BZF 1 (englisch) oder BZF 2 (deutsch) und die Teilnahme an einem Kurs über Sofortmaßnahmen am Unfallort.

Für die praktische Ausbildung der Private Pilot License PPL(A) sind mindestens 45 Flugstunden vorgeschrieben, davon 25 Stunden mit Lehrer, 10 Stunden überwachte Solo-Flüge inklusive 5 Stunden Überlandflug. Die Ausbildung erfolgt überwiegend auf einer Cessna 152 oder Katana DA 20-A1 und als weiteres Muster einer Piper PA28 oder Cessna 172.

Auch mit dieser Lizenz darfst du europaweit fliegen. Im Vergleich zur LAPL kannst du auf Basis dieser Lizenz später eine Instrumentenflugberechtigung erwerben oder einen Berufspilotenschein an einer gewerblichen Schule machen.

Im Einführungsgespräch kären wir alle Optionen und finden zusammen heraus welche der Lizenzen am besten zu dir passt.