Zwischen Fernsehturm

und Rollfeld 

Mit der D-EAPP für einen Tag nach Berlin

von Justus Köhn


Am 7. August 2025 ergab sich eine besondere Gelegenheit: Unsere D-EAPP stand nicht in Hildesheim (EDVM), sondern in Hannover (EDDV) – das M’era Luna Festival hatte den Heimatplatz für den Flugbetrieb gesperrt. Statt Pause zu machen, entschieden wir uns für einen Tagesausflug nach Berlin.

Abflug war um 9:00 Uhr vom GAT in Hannover. Bei bestem Sommerwetter und leichtem Rückenwind ging es zügig voran. Nach rund einer Stunde zeichnete sich am Horizont bereits die Berliner Skyline ab.

Der Berliner Luftraum ist kein einfaches Terrain: große Kontrollzonen, aktive ED-R-Gebiete und Höhenstaffelungen erfordern eine exakte Flugplanung. Wir entschieden uns für eine Route nördlich um die Hauptstadt herum, um Konflikte mit dem Luftraum des BER zu vermeiden.

Der Zielflugplatz EDAY Strausberg liegt östlich von Berlin und bietet eine lange Asphaltbahn, unkomplizierte Abstellmöglichkeiten und günstige Tankpreise. Von dort ist die S-Bahn in 10–15 Minuten zu Fuß erreichbar; die Fahrt ins Zentrum dauert rund eine Stunde.
Etwa fünf Stunden verbrachten wir in Berlin – genug für einen kompakten Stadtrundgang, ein Mittagessen und einige markante Blickpunkte bei bestem Wetter.

Das fliegerische Highlight folgte auf dem Rückweg: Kurz nach dem Start in Strausberg baten wir bei FIS um einen Low Approach am Flughafen Berlin Brandenburg. Der Verkehr war gering, und wir wurden direkt an den Tower der Nordbahn übergeben. In 600 Fuß über Grund flogen wir über die Bahn, während auf der Südbahn Airliner starteten und landeten – ein seltener und eindrucksvoller Moment.

Gegen 20:00 Uhr meldeten wir uns zum Anflug auf Hannover. Geplant war die Nordbahn – bis kurz vor der Schwelle plötzlich kam:

„D-PP, turn left southbound immediately, cleared to land RWY 27L.“

Ein A320 hinter uns war schneller unterwegs als erwartet, also kurzfristiger Kurswechsel und Landung auf der Südbahn.